Ätherische Öle bei Angst und innerer Unruhe
Wie ätherische Öle bei Angst wirken
Der Geruchssinn leitet Signale direkt in das limbische System — wo Angst entsteht und verarbeitet wird. Bestimmte Verbindungen in ätherischen Ölen können die Aktivität der Amygdala (das Angstzentrum) dämpfen und den Parasympathikus aktivieren. Das ist der wissenschaftliche Hintergrund.
Die besten Öle bei Angst und Unruhe
Bergamotte — die stärkste Evidenz
Bergamotte ist das am besten erforschte anxiolytische (angstlösende) Öl. In mehreren Studien, auch im klinischen Umfeld, zeigte Bergamotte-Inhalation eine signifikante Reduktion von Angstzuständen.
Lavendel — der Klassiker
Linalool aus dem Lavendel wirkt auf GABA-Rezeptoren — denselben, auf die auch viele Beruhigungsmittel wirken, aber ohne deren Nebenwirkungen. Für Angst mit gleichzeitiger Schlaflosigkeit besonders gut.
Neroli (Orangenblüte) — bei starker Anspannung
Neroli wird traditionell bei Panikzuständen eingesetzt. Teuer, aber sehr wirkungsvoll. Auch bei Angst vor medizinischen Eingriffen in Studien eingesetzt — mit positiven Ergebnissen.
Weihrauch — tief beruhigend
Incensol-Acetat aus Weihrauch aktiviert bestimmte Ionenkanäle im Gehirn, die an der Regulation von Angst beteiligt sind. Gut für tief sitzende, schwer greifbare Angst.
Vetiver — geerdet bleiben
Bei Angst die mit einem Gefühl von Losgelöstsein, Panik oder „nicht in meinem Körper sein“ einhergeht — Vetiver erdet. Stark, dunkel, stabilisierend.
Anwendung bei akuter Angst
2 Tropfen Bergamotte oder Lavendel auf die Handinnenflächen geben, einreiben, Hände schüsselartig vor Mund und Nase halten, 5–10 tief und langsam einatmen. Die Verlangsamung der Atmung allein dämpft die Angstreaktion — die Öle verstärken den Effekt.
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von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit