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Johanniskraut bei Stimmungstiefs – Wirkung und Wechselwirkungen

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Johanniskraut bei Stimmungstiefs – Wirkung und Wechselwirkungen

von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit · Lesezeit ca. 8 Min.

Johanniskraut, die „Sonnenpflanze“, wird seit Langem bei gedrückter Stimmung genutzt. In den Wechseljahren, wenn Stimmungstiefs häufiger werden, ist es deshalb ein beliebter Begleiter. Doch bei kaum einem Kraut sind die Wechselwirkungen so wichtig wie hier – das solltest Du unbedingt wissen.

Die kurze Antwort

Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird traditionell bei leichten bis mittleren depressiven Verstimmungen genutzt und kann in den Wechseljahren die Stimmung unterstützen. Aber Achtung: Es hat viele Wechselwirkungen – unter anderem mit der Antibabypille, Blutverdünnern und Antidepressiva – und kann die Haut lichtempfindlicher machen. Die Anwendung gehört deshalb ärztlich begleitet. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit ist fachliche Hilfe wichtig.

Die Sonnenpflanze

Johanniskraut blüht um die Sommersonnenwende und trägt die Sonne gewissermaßen in sich. Traditionell wird es bei leichten bis mittleren depressiven Verstimmungen eingesetzt – es ist eines der am besten untersuchten pflanzlichen Mittel für die Stimmung. In den Wechseljahren, wenn Stimmungstiefs häufiger werden, greifen viele Frauen darauf zurück.

Wofür es genutzt wird

Johanniskraut wird bei gedrückter Stimmung, leichter Niedergeschlagenheit und innerer Unruhe eingesetzt. Wie bei allen pflanzlichen Mitteln zeigt sich die Wirkung erst nach einigen Wochen. Wichtig: Bei mittleren bis schweren depressiven Beschwerden ersetzt es keine fachliche Behandlung – dann ist ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe nötig, siehe Wann seelische Belastung mehr braucht.

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Die wichtigen Wechselwirkungen

Hier liegt der entscheidende Punkt. Johanniskraut beeinflusst, wie der Körper viele Medikamente abbaut – und kann so ihre Wirkung abschwächen oder verändern. Besonders wichtig:

Die Antibabypille

Johanniskraut kann die Wirkung hormoneller Verhütung herabsetzen – ein häufig unterschätztes Risiko.

Weitere Medikamente

Auch mit Blutverdünnern, bestimmten Antidepressiva, Herz- und weiteren Medikamenten kann es wechselwirken. Nimm es deshalb nie einfach zusätzlich ein, ohne dies ärztlich oder in der Apotheke abzuklären.

Lichtempfindlichkeit

Johanniskraut kann die Haut empfindlicher für Sonne machen – achte auf ausreichenden Sonnenschutz.

Sicher anwenden

Wegen dieser Wechselwirkungen gilt: Johanniskraut gehört in kundige Begleitung. Sprich die Einnahme unbedingt ärztlich oder in der Apotheke ab, besonders wenn Du weitere Medikamente nimmst. Mehr dazu in Pflanzliche Mittel sicher kombinieren.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Johanniskraut wird bei leichten bis mittleren Stimmungstiefs genutzt.
  • Es hat viele Wechselwirkungen – u. a. mit der Pille, Blutverdünnern, Antidepressiva.
  • Es kann die Haut lichtempfindlicher machen.
  • Einnahme immer ärztlich oder in der Apotheke abklären; bei anhaltender Depression fachliche Hilfe.

Häufige Fragen

Kann Johanniskraut die Pille unwirksam machen?
Es kann die Wirkung hormoneller Verhütung herabsetzen. Wer mit der Pille verhütet, sollte Johanniskraut nicht ohne ärztliche Rücksprache einnehmen.
Ist Johanniskraut harmlos, weil es pflanzlich ist?
Nein. Gerade wegen seiner vielen Wechselwirkungen gehört es zu den Kräutern, bei denen Vorsicht besonders wichtig ist.
Wann reicht Johanniskraut nicht aus?
Bei mittelschwerer bis schwerer oder anhaltender Niedergeschlagenheit. Dann ist ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe nötig.
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Manuela Mühlberger
Manuela Mühlberger
Über die Autorin

Begleitet in der Akademie Wissen um Gesundheit Menschen, die ganzheitliches Gesundheitswissen verstehen und anwenden möchten – mit wenig Theorie und viel Praxis.

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag beruhen auf allgemein zugänglichem Wissen und dienen der Information und Inspiration. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
Schlagworte: #Wechseljahre

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