Johanniskraut bei Stimmungstiefs – Wirkung und Wechselwirkungen
Johanniskraut bei Stimmungstiefs – Wirkung und Wechselwirkungen
Johanniskraut, die „Sonnenpflanze“, wird seit Langem bei gedrückter Stimmung genutzt. In den Wechseljahren, wenn Stimmungstiefs häufiger werden, ist es deshalb ein beliebter Begleiter. Doch bei kaum einem Kraut sind die Wechselwirkungen so wichtig wie hier – das solltest Du unbedingt wissen.
Die kurze Antwort
Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird traditionell bei leichten bis mittleren depressiven Verstimmungen genutzt und kann in den Wechseljahren die Stimmung unterstützen. Aber Achtung: Es hat viele Wechselwirkungen – unter anderem mit der Antibabypille, Blutverdünnern und Antidepressiva – und kann die Haut lichtempfindlicher machen. Die Anwendung gehört deshalb ärztlich begleitet. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit ist fachliche Hilfe wichtig.
Die Sonnenpflanze
Johanniskraut blüht um die Sommersonnenwende und trägt die Sonne gewissermaßen in sich. Traditionell wird es bei leichten bis mittleren depressiven Verstimmungen eingesetzt – es ist eines der am besten untersuchten pflanzlichen Mittel für die Stimmung. In den Wechseljahren, wenn Stimmungstiefs häufiger werden, greifen viele Frauen darauf zurück.
Wofür es genutzt wird
Johanniskraut wird bei gedrückter Stimmung, leichter Niedergeschlagenheit und innerer Unruhe eingesetzt. Wie bei allen pflanzlichen Mitteln zeigt sich die Wirkung erst nach einigen Wochen. Wichtig: Bei mittleren bis schweren depressiven Beschwerden ersetzt es keine fachliche Behandlung – dann ist ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe nötig, siehe Wann seelische Belastung mehr braucht.
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Die wichtigen Wechselwirkungen
Hier liegt der entscheidende Punkt. Johanniskraut beeinflusst, wie der Körper viele Medikamente abbaut – und kann so ihre Wirkung abschwächen oder verändern. Besonders wichtig:
Die Antibabypille
Johanniskraut kann die Wirkung hormoneller Verhütung herabsetzen – ein häufig unterschätztes Risiko.
Weitere Medikamente
Auch mit Blutverdünnern, bestimmten Antidepressiva, Herz- und weiteren Medikamenten kann es wechselwirken. Nimm es deshalb nie einfach zusätzlich ein, ohne dies ärztlich oder in der Apotheke abzuklären.
Lichtempfindlichkeit
Johanniskraut kann die Haut empfindlicher für Sonne machen – achte auf ausreichenden Sonnenschutz.
Sicher anwenden
Wegen dieser Wechselwirkungen gilt: Johanniskraut gehört in kundige Begleitung. Sprich die Einnahme unbedingt ärztlich oder in der Apotheke ab, besonders wenn Du weitere Medikamente nimmst. Mehr dazu in Pflanzliche Mittel sicher kombinieren.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Johanniskraut wird bei leichten bis mittleren Stimmungstiefs genutzt.
- Es hat viele Wechselwirkungen – u. a. mit der Pille, Blutverdünnern, Antidepressiva.
- Es kann die Haut lichtempfindlicher machen.
- Einnahme immer ärztlich oder in der Apotheke abklären; bei anhaltender Depression fachliche Hilfe.
Häufige Fragen
Kann Johanniskraut die Pille unwirksam machen?
Ist Johanniskraut harmlos, weil es pflanzlich ist?
Wann reicht Johanniskraut nicht aus?
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