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Trockene Augen in den Wechseljahren: Ein unterschätztes Thema

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Trockene Augen in den Wechseljahren: Ein unterschätztes Thema

von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit · Lesezeit ca. 6 Min.

Brennende, gereizte, müde Augen, ein Gefühl wie Sand unter den Lidern, verschwommenes Sehen am Abend – viele Frauen bemerken solche Beschwerden in den Wechseljahren, ohne sie mit den Hormonen in Verbindung zu bringen.

Dabei gehören trockene Augen zu den häufigen, aber wenig bekannten Veränderungen dieser Lebensphase. Dieser Beitrag erklärt, warum das so ist und was hilft.

Die kurze Antwort

Trockene Augen werden in den Wechseljahren häufiger, weil der Hormonwandel die Produktion und Zusammensetzung des Tränenfilms verändert. Typisch sind Brennen, ein Sandgefühl, Reizung und Lichtempfindlichkeit; paradoxerweise auch tränende Augen. Hilfreich sind Tränenersatzmittel, Bildschirmpausen, Luftfeuchtigkeit, Omega-3 und ausreichend Trinken. Anhaltende Beschwerden gehören augenärztlich abgeklärt – auch, um andere Ursachen auszuschließen.

Warum die Augen trockener werden

Auch die Tränendrüsen und die Oberfläche des Auges reagieren auf Hormone. Der Tränenfilm, der das Auge feucht hält und schützt, verändert sich in den Wechseljahren: Es wird weniger Tränenflüssigkeit gebildet, und ihre Zusammensetzung wird instabiler, sodass sie schneller verdunstet.

Die Folge ist ein Auge, das nicht mehr ausreichend benetzt wird – mit den typischen Beschwerden. Das Thema ist deutlich häufiger, als es besprochen wird, und trifft besonders Frauen, die viel am Bildschirm arbeiten.

Wie es sich zeigt

Trockene Augen äußern sich als Brennen, ein Fremdkörper- oder Sandgefühl, Rötung, Lichtempfindlichkeit und müde Augen, die abends schlechter sehen. Ein häufiges Missverständnis: Auch ständig tränende Augen können ein Zeichen von Trockenheit sein – das Auge produziert dann als Reizantwort vermehrt dünne Tränen, die das Problem aber nicht beheben.

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Was hilft

Tränenersatzmittel. Benetzende Augentropfen sind die einfachste Hilfe. Es gibt sie in vielen Varianten; bei häufiger Anwendung sind konservierungsmittelfreie Produkte schonender. Die Augenärztin kann das passende empfehlen.

Bildschirmpausen. Am Bildschirm blinzeln wir seltener, was die Augen austrocknet. Regelmäßige Pausen, in denen der Blick in die Ferne schweift, und bewusstes Blinzeln helfen spürbar.

Luftfeuchtigkeit. Trockene Heizungsluft verschlimmert die Beschwerden. Feuchtere Raumluft und das Meiden von direktem Luftzug (Klimaanlage, Gebläse im Auto) tun den Augen gut.

Omega-3 und Trinken. Gute Fette aus der Ernährung und ausreichend Flüssigkeit unterstützen den Tränenfilm von innen.

Wann zum Augenarzt

Lass anhaltende oder starke Beschwerden augenärztlich abklären. Das ist sinnvoll, um die richtige Behandlung zu finden und um andere Ursachen auszuschließen – etwa bestimmte Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten, die ebenfalls trockene Augen verursachen. Wenn Du Kontaktlinsen trägst und diese plötzlich schlechter verträgst, ist das ein häufiges Zeichen – auch das lässt sich gut angehen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Trockene Augen werden häufiger, weil der Hormonwandel den Tränenfilm verändert.
  • Zeichen: Brennen, Sandgefühl, Reizung, Lichtempfindlichkeit – auch Tränen.
  • Hilfreich: Tränenersatzmittel, Bildschirmpausen, Luftfeuchtigkeit.
  • Von innen: Omega-3 und ausreichend Trinken.
  • Am Bildschirm bewusst blinzeln und Pausen machen.
  • Anhaltende Beschwerden augenärztlich abklären.

Häufige Fragen

Gehören trockene Augen zu den Wechseljahren?
Ja, sie sind eine häufige, aber wenig bekannte Veränderung. Der Hormonwandel verringert die Tränenproduktion und macht den Tränenfilm instabiler.
Warum tränen meine Augen, wenn sie trocken sind?
Als Reizantwort produziert das Auge vermehrt dünne Tränen, die das Problem aber nicht beheben. Ständig tränende Augen können also ein Zeichen von Trockenheit sein.
Was hilft schnell?
Benetzende Augentropfen sind die einfachste Hilfe. Bei häufiger Anwendung sind konservierungsmittelfreie Produkte schonender.
Was kann ich im Alltag tun?
Bildschirmpausen, bewusstes Blinzeln, feuchtere Raumluft, Zugluft meiden und ausreichend trinken. Omega-3 unterstützt von innen.
Wann sollte ich zum Augenarzt?
Bei anhaltenden oder starken Beschwerden – auch, um andere Ursachen wie Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten auszuschließen.
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Manuela Mühlberger
Manuela Mühlberger
Über die Autorin

Begleitet in der Akademie Wissen um Gesundheit Menschen, die ganzheitliches Gesundheitswissen verstehen und anwenden möchten – mit wenig Theorie und viel Praxis.

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag beruhen auf allgemein zugänglichem Wissen und dienen der Information und Inspiration. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
Schlagworte: #Wechseljahre

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