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Medikamente und Wechselwirkungen in den Wechseljahren: Worauf Du achten solltest

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Medikamente und Wechselwirkungen in den Wechseljahren: Worauf Du achten solltest

von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit · Lesezeit ca. 7 Min.

In den Wechseljahren kommen oft mehrere Dinge zusammen: Medikamente gegen Beschwerden, vielleicht eine Hormontherapie, dazu Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate. Was viele nicht wissen: Auch pflanzliche und „natürliche“ Mittel können mit Medikamenten wechselwirken.

Dieser Beitrag schafft ein Bewusstsein dafür, worauf Du achten solltest – damit das, was helfen soll, nicht unbemerkt schadet.

Die kurze Antwort

In den Wechseljahren nehmen viele Frauen mehrere Präparate gleichzeitig – und übersehen dabei Wechselwirkungen. Wichtig zu wissen: Auch pflanzliche und natürliche Mittel können mit Medikamenten wechselwirken, ein bekanntes Beispiel ist Johanniskraut, das die Wirkung vieler Medikamente abschwächt. Die wichtigste Regel: Alles offenlegen – erzähle Ärztin und Apotheke von wirklich allem, was Du einnimmst, auch von Nahrungsergänzung und Tees. Bei mehreren Medikamenten lohnt ein Medikationscheck in der Apotheke.

Warum das Thema jetzt wichtig wird

In der Lebensmitte häufen sich die Anlässe für Präparate. Zu Beschwerden der Wechseljahre können andere Themen kommen – Blutdruck, Schilddrüse, Stimmung, Schlaf. Dazu greifen viele Frauen zu Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Mitteln. So entsteht schnell eine bunte Mischung, deren Zusammenspiel niemand mehr überblickt, wenn es nicht gezielt betrachtet wird.

Genau in diesem Zusammenspiel liegt das Risiko: Zwei Mittel, die einzeln harmlos sind, können sich gegenseitig beeinflussen.

Der wichtigste Irrtum: natürlich heißt nicht harmlos

Viele Frauen erzählen ihrer Ärztin von ihren Medikamenten, aber nicht von den pflanzlichen Mitteln und Nahrungsergänzungen, die sie nehmen – weil sie diese für harmlos halten. Das ist ein folgenreicher Irrtum.

Auch pflanzliche Stoffe sind wirksame Substanzen, und einige beeinflussen, wie der Körper Medikamente verarbeitet. Das bekannteste Beispiel ist Johanniskraut, das gerne gegen niedergedrückte Stimmung genommen wird: Es kann die Wirkung zahlreicher Medikamente abschwächen – darunter bestimmte Blutverdünner, manche Herzmedikamente und sogar hormonelle Verhütung. Das ist kein exotischer Einzelfall, sondern ein häufig übersehenes Problem.

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Weitere Beispiele

Auch andere beliebte Mittel können wechselwirken. Bestimmte Mineralstoffe können die Aufnahme mancher Medikamente behindern, wenn sie zeitgleich eingenommen werden. Hochdosierte Einzelpräparate können den Haushalt anderer Nährstoffe stören. Und manche pflanzlichen Mittel beeinflussen die Blutgerinnung, was besonders wichtig ist, wenn Du Blutverdünner nimmst oder eine Operation ansteht.

Es geht hier nicht darum, Angst vor pflanzlichen Mitteln zu machen – viele sind hilfreich und gut verträglich. Es geht darum, sie ernst zu nehmen wie das, was sie sind: wirksame Substanzen.

Die goldene Regel: alles offenlegen

Die einfachste und wirksamste Vorsorge gegen Wechselwirkungen ist Offenheit. Erzähle Deiner Ärztin und Deiner Apotheke von allem, was Du regelmäßig einnimmst – verschreibungspflichtige Medikamente, rezeptfreie Mittel, Nahrungsergänzung, Vitamine, pflanzliche Präparate, Tees.

Am besten führst Du eine einfache Liste, die Du zu Terminen mitnimmst. Das klingt banal, verhindert aber die meisten Probleme – denn niemand kann Wechselwirkungen erkennen, von deren Bestandteilen er nichts weiß.

Der Medikationscheck in der Apotheke

Wenn Du mehrere Medikamente gleichzeitig nimmst, ist die Apotheke eine wertvolle Anlaufstelle. Viele Apotheken bieten einen Medikationscheck an, bei dem Deine gesamte Medikation auf Wechselwirkungen und Doppelungen geprüft wird. Das ist eine niedrigschwellige, oft unterschätzte Möglichkeit, Sicherheit zu gewinnen.

Bei neuen Beschwerden daran denken

Ein praktischer Hinweis zum Schluss: Wenn nach dem Beginn eines neuen Mittels – auch eines pflanzlichen – ungewohnte Beschwerden auftreten, denk an eine mögliche Wechselwirkung oder Nebenwirkung und sprich es an. Nicht jede neue Beschwerde in dieser Lebensphase ist „einfach die Wechseljahre“ – manchmal steckt etwas Konkretes dahinter, das sich lösen lässt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In den Wechseljahren nehmen viele Frauen mehrere Präparate gleichzeitig.
  • Wichtig: Auch pflanzliche und natürliche Mittel können wechselwirken.
  • Bekanntes Beispiel: Johanniskraut schwächt viele Medikamente ab.
  • Goldene Regel: alles offenlegen – auch Nahrungsergänzung und Tees.
  • Eine Medikamentenliste führen und zu Terminen mitnehmen.
  • Bei mehreren Mitteln: Medikationscheck in der Apotheke nutzen.

Häufige Fragen

Können pflanzliche Mittel mit Medikamenten wechselwirken?
Ja. Auch pflanzliche Stoffe sind wirksame Substanzen. Johanniskraut etwa kann die Wirkung vieler Medikamente abschwächen – das wird oft übersehen.
Warum ist natürlich nicht gleich harmlos?
Weil auch natürliche Substanzen wirken und einige beeinflussen, wie der Körper Medikamente verarbeitet. Wirksamkeit und Harmlosigkeit sind zwei verschiedene Dinge.
Was ist die wichtigste Vorsorge gegen Wechselwirkungen?
Alles offenzulegen: Erzähle Ärztin und Apotheke von allem, was Du einnimmst – auch von Nahrungsergänzung, Vitaminen, pflanzlichen Mitteln und Tees.
Was ist ein Medikationscheck?
Viele Apotheken prüfen Deine gesamte Medikation auf Wechselwirkungen und Doppelungen. Das ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, Sicherheit zu gewinnen.
Was, wenn nach einem neuen Mittel Beschwerden auftreten?
Denk an eine mögliche Wechsel- oder Nebenwirkung und sprich es an. Nicht jede neue Beschwerde ist einfach die Wechseljahre – manchmal steckt etwas Konkretes dahinter.
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Manuela Mühlberger
Manuela Mühlberger
Über die Autorin

Begleitet in der Akademie Wissen um Gesundheit Menschen, die ganzheitliches Gesundheitswissen verstehen und anwenden möchten – mit wenig Theorie und viel Praxis.

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag beruhen auf allgemein zugänglichem Wissen und dienen der Information und Inspiration. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
Schlagworte: #Wechseljahre

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