Ätherische Öle verdünnen: So geht’s richtig
Warum verdünnen so wichtig ist
Ein einziger Tropfen Pfefferminzöl entspricht etwa 28 Tassen Pfefferminztee. Wer das unverdünnt auf die Haut gibt, reizt die Haut — in milden Fällen rötet sie sich, in schlimmeren Fällen entstehen Verbrennungen. Zudem kann regelmäßige unverdünnte Anwendung zu Sensibilisierung führen: Der Körper entwickelt eine Überempfindlichkeit, und man kann das Öl irgendwann gar nicht mehr vertragen.
Die Mischverhältnisse
Für Erwachsene
- 1 % — der sanfte Standard: 1 Tropfen auf 5 ml Trägeröl. Gut für großflächige Anwendungen und empfindliche Haut.
- 2 % — die häufigste Alltagskonzentration: 2 Tropfen auf 5 ml Trägeröl.
- 3–5 % — für spezifische Anwendungen: Z.B. bei Muskelmassage oder akuten Beschwerden. Nicht dauerhaft.
Für Kinder
- Kinder 6–12 Jahre: 0,5–1 % (1 Tropfen auf 10 ml Trägeröl)
- Kleinkinder 2–6 Jahre: 0,25 % — nur sehr sanfte Öle wie Lavendel oder Kamille
- Unter 2 Jahren: nur nach Beratung, sehr wenige geeignete Öle
Welches Trägeröl?
Fast alle pflanzlichen Öle eignen sich. Mandelöl ist der Klassiker — leicht, geruchsneutral, gut verträglich. Jojobaöl ist stabil und gut für empfindliche Haut. Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest und gut für Massagen. Olivenöl riecht intensiver, ist aber pflegend.
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von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit