Wassereinlagerungen und Schwellungen sanft ausleiten
Wassereinlagerungen und Schwellungen sanft ausleiten
Ein Ring, der plötzlich zwickt, geschwollene Beine am Abend, ein Gefühl von Aufgeschwemmtsein – Wassereinlagerungen sind ein häufiges, aber selten besprochenes Wechseljahresthema. Meist sind sie harmlos und lassen sich mit einfachen Mitteln sanft ausleiten.
Die kurze Antwort
Wassereinlagerungen in den Wechseljahren hängen oft mit dem hormonellen Ungleichgewicht (relativer Östrogenüberschuss) zusammen, das Wasser im Gewebe bindet. Sanft ausleiten kannst Du über Bewegung, ausreichend Trinken, weniger Salz und Zucker sowie kaliumreiche und entwässernde Lebensmittel. Plötzliche, starke oder einseitige Schwellungen gehören jedoch ärztlich abgeklärt.
Warum sich jetzt Wasser einlagert
Das feine Wechselspiel der Hormone beeinflusst auch den Wasserhaushalt. Wenn das Progesteron sinkt und das Östrogen im Verhältnis überwiegt – die sogenannte Östrogendominanz –, neigt der Körper dazu, mehr Wasser im Gewebe zu halten. Auch ein trägerer Kreislauf und salz- oder zuckerreiche Kost spielen mit.
Wo es sich zeigt
Häufig betroffen sind Finger (der Ring zwickt), Knöchel und Beine, besonders abends oder bei Hitze. Manche Frauen fühlen sich morgens im Gesicht leicht verquollen. Meist schwankt das mit dem Tagesverlauf.
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Was sanft ausleitet
Bewegung
Der beste Entwässerer: Muskelbewegung pumpt die Flüssigkeit zurück. Schon Spaziergänge oder das Hochlegen der Beine helfen.
Ausreichend trinken
Klingt widersprüchlich, ist aber wichtig: Wer zu wenig trinkt, hält eher Wasser zurück.
Weniger Salz und Zucker
Beide binden Wasser. Kaliumreiche Lebensmittel wie Gurke, Fenchel und grünes Gemüse wirken ausgleichend.
Wann Du ärztlichen Rat suchen solltest
Wichtig: Plötzliche, ausgeprägte oder einseitige Schwellungen – etwa nur ein Bein – sowie Schwellungen mit Atemnot gehören sofort ärztlich abgeklärt, da dahinter Herz, Nieren oder Venen stecken können. Die sanften Tipps gelten nur für leichte, beidseitige Wasseransammlungen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein relativer Östrogenüberschuss lässt den Körper mehr Wasser halten.
- Betroffen sind oft Finger, Knöchel und Beine, meist abends.
- Sanft ausleiten: Bewegung, Trinken, weniger Salz und Zucker.
- Plötzliche oder einseitige Schwellungen sofort ärztlich abklären.
Häufige Fragen
Soll ich bei Wassereinlagerungen weniger trinken?
Helfen entwässernde Tees?
Wann ist es ein Warnzeichen?
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