Was ist der Unterschied zwischen ätherischen Ölen und Duftölen?
Warum der Unterschied wichtig ist
Stell Dir vor, Du kaufst Lavendelöl, um besser schlafen zu können — und nichts passiert. Das liegt oft schlicht daran, dass das Produkt kein echtes ätherisches Öl war, sondern ein synthetisch hergestelltes Duftöl. Es riecht nach Lavendel, enthält aber nicht die natürlichen Inhaltsstoffe, die tatsächlich etwas im Körper bewirken können.
Was ist ein echtes ätherisches Öl?
Ein echtes ätherisches Öl wird direkt aus Pflanzenmaterial gewonnen — durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder CO₂-Extraktion. Es enthält alle natürlich vorkommenden Verbindungen der Pflanze: Monoterpene, Ester, Alkohole, Aldehyde. Diese wirken zusammen — das nennt man den Synergieeffekt. Kein Labor kann das naturidentisch nachbauen.
Was ist ein Duftöl?
Duftöle — auch Aromaöle, Parfümöle oder Fragrance Oils genannt — werden synthetisch hergestellt oder sind Mischungen aus natürlichen und künstlichen Duftstoffen. Sie duften oft intensiver und gleichmäßiger als echte Öle. Für Kerzen oder Raumdüfte können sie ihren Zweck erfüllen — für Aromatherapie taugen sie nicht.
Woran erkennst Du den Unterschied?
- Lateinischer Pflanzenname auf der Flasche: Echter Lavendel heißt Lavandula angustifolia, nicht nur ‚Lavendelduft‘.
- Preis: Echtes Rosenöl kostet 20–100 € pro 5 ml. Ein ‚Rosenöl‘ für 3 € ist kein echtes.
- Konsistenz: Echte ätherische Öle sind sehr dünnflüssig und verdunsten auf Papier rückstandslos.
- Geruch: Natürliche Öle riechen komplex, manchmal krautig. Synthetische Öle riechen klarer und einheitlicher.
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von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit