Abhyanga: Die ayurvedische Öl-Selbstmassage
Abhyanga: Die ayurvedische Öl-Selbstmassage
Es gibt kaum ein schöneres Ritual der Selbstfürsorge als die Abhyanga – die warme Öl-Selbstmassage aus dem Ayurveda. Gerade in den Wechseljahren, wenn Haut und Nerven mehr Zuwendung brauchen, ist sie ein wahres Geschenk an Dich selbst. Hier lernst Du, wie sie geht.
Die kurze Antwort
Abhyanga ist eine ayurvedische Selbstmassage mit warmem Öl, die traditionell das trockene, unruhige Vata ausgleicht. Sie pflegt die reifere Haut, beruhigt das Nervensystem und ist ein wohltuendes Ritual. So geht es: warmes Pflanzenöl mit langen Strichen über die Glieder und kreisend an den Gelenken einmassieren, einwirken lassen, dann warm duschen. Am besten morgens – sanft und regelmäßig.
Was Abhyanga ist
Abhyanga bedeutet so viel wie liebevolles Einreiben mit Öl. Im Ayurveda ist sie eine tägliche Praxis der Selbstfürsorge: Man massiert den ganzen Körper mit warmem Pflanzenöl. Das klingt simpel, wirkt aber auf mehreren Ebenen – körperlich, nervös und seelisch.
Warum sie in den Wechseljahren guttut
Aus ayurvedischer Sicht nimmt in den Wechseljahren das trockene, unruhige Vata zu. Öl ist das ideale Gegenmittel: Es spendet Feuchtigkeit und erdet. Konkret bedeutet das:
Pflege für die Haut
Die reifere, oft trockenere Haut profitiert von der Ölpflege sichtbar.
Ruhe fürs Nervensystem
Die sanfte Berührung beruhigt über den Tastsinn das Nervensystem – wohltuend bei innerer Unruhe.
Ein Ritual der Zuwendung
Sich selbst so viel Zeit und liebevolle Berührung zu schenken, stärkt auch das Selbstgefühl.
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So geht die Massage
Wärme etwas Pflanzenöl leicht an (z. B. im Wasserbad). Beginne an den Füßen und arbeite Dich nach oben: lange Striche entlang der Arme und Beine, kreisende Bewegungen an Gelenken und Bauch. Nimm Dir fünf bis zehn Minuten. Lass das Öl dann einige Minuten einwirken – gern in ein Handtuch gewickelt – und dusche anschließend warm. Ideal ist der Morgen, vor der Dusche.
Welches Öl und worauf achten
Traditionell wird Sesamöl genutzt (wärmend, gut bei Vata), im Sommer oder bei viel Hitze eher kühlendes Kokosöl. Nimm gute, kaltgepresste Öle. Vorsicht: Öl macht Duschwanne und Boden rutschig. Bei Hautproblemen, über Krampfadern oder frischen Verletzungen aussparen. In der Schwangerschaft und bei Erkrankungen vorher kundig beraten lassen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Abhyanga ist eine warme Öl-Selbstmassage, die trockenes Vata ausgleicht.
- Sie pflegt die Haut, beruhigt die Nerven und ist ein Ritual der Zuwendung.
- Lange Striche an Gliedern, kreisend an Gelenken – einwirken lassen, warm duschen.
- Gute Öle nutzen; auf Rutschgefahr achten, Wunden aussparen.
Die Fuß-Mini-Abhyanga
Wenn für die ganze Massage die Zeit fehlt: Wärme abends etwas Öl an und massiere nur Deine Füße ein paar Minuten ein – mit langen Strichen und kreisenden Bewegungen an den Sohlen. Zieh danach Socken an. Das erdet, wärmt und fördert bei vielen einen ruhigeren Schlaf.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für Abhyanga?
Welches Öl soll ich nehmen?
Wie oft sollte ich das machen?
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