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Das Immunsystem in den Wechseljahren: Warum Du anfälliger sein kannst

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Das Immunsystem in den Wechseljahren: Warum Du anfälliger sein kannst

von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit · Lesezeit ca. 6 Min.

Manche Frauen bemerken in den Wechseljahren, dass sie häufiger krank werden, Infekte länger dauern oder sich alte Beschwerden melden. Auch das Immunsystem ist am Hormonwandel beteiligt – ein Zusammenhang, der selten erklärt wird.

Dieser Beitrag ordnet ein, was sich verändert, und zeigt vor allem, wie Du Deine Abwehr mit einfachen Mitteln stärken kannst.

Die kurze Antwort

Östrogen beeinflusst auch das Immunsystem. In den Wechseljahren kann sich die Immunabwehr verändern – manche Frauen werden infektanfälliger oder bemerken, dass sich das Zusammenspiel des Immunsystems verschiebt. Ein großer Teil hängt aber gar nicht direkt an den Hormonen, sondern an Schlafmangel, Dauerstress und Erschöpfung, die in dieser Phase häufig sind und die Abwehr schwächen. Stärkend wirken Schlaf, Stressabbau, Bewegung, gute Ernährung und die Vermeidung von Nährstofflücken.

Hormone und Abwehr

Östrogen wirkt auf das Immunsystem – es ist an der Steuerung der Abwehr beteiligt. Wenn sich der Hormonspiegel verändert, kann sich deshalb auch das Immunsystem umstellen. Manche Frauen werden in dieser Zeit anfälliger für Infekte oder bemerken, dass Erkältungen länger dauern.

Wichtig ist eine ehrliche Einordnung: Die Zusammenhänge zwischen Hormonen und Immunsystem sind komplex und noch nicht in allen Details verstanden. Vieles, was Frauen in dieser Phase als geschwächte Abwehr erleben, hat weniger mit den Hormonen selbst zu tun als mit den Begleitumständen.

Die eigentlichen Schwächer

Denn das, was das Immunsystem in den Wechseljahren am stärksten belastet, sind oft gar nicht die Hormone, sondern: schlechter Schlaf, der die Abwehr messbar schwächt; Dauerstress, der über das Cortisol die Immunfunktion herunterfährt; und die allgemeine Erschöpfung, die viele Frauen in dieser Phase begleitet.

Das ist eine gute Nachricht, denn genau an diesen Faktoren lässt sich arbeiten. Wer Schlaf und Stress in den Griff bekommt, tut damit auch dem Immunsystem einen großen Gefallen.

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Was die Abwehr stärkt

Schlaf. Der wohl unterste Baustein einer starken Abwehr. Im Schlaf regeneriert das Immunsystem – chronischer Schlafmangel schwächt es spürbar.

Stressabbau. Weil Dauerstress die Abwehr dämpft, zahlt jede Form der Entlastung auch hier ein.

Bewegung. Regelmäßige, moderate Bewegung stärkt das Immunsystem. Wichtig ist das Maß: Übertriebenes, erschöpfendes Training kann kurzfristig das Gegenteil bewirken.

Ernährung und Darm. Eine bunte, gemüsereiche Ernährung liefert die Bausteine der Abwehr. Ein großer Teil des Immunsystems sitzt im Darm – eine darmfreundliche Ernährung mit Ballaststoffen unterstützt ihn.

Nährstoffe im Blick. Bestimmte Nährstoffe sind für die Abwehr wichtig, allen voran Vitamin D, das in unseren Breiten im Winter oft knapp ist. Ergänzen ist sinnvoll, wenn ein Mangel gemessen wurde – nicht auf Verdacht.

Was ehrlich dazugehört

Sei skeptisch gegenüber teuren „Immun-Boostern“ und Präparaten, die schnelle Wunder versprechen. Das Immunsystem lässt sich nicht mit einem Mittel „hochfahren“ – es lebt von den unspektakulären Grundlagen. Wer diese pflegt, tut mehr für seine Abwehr als mit jedem Wundermittel.

Wann Du genauer hinschauen solltest

Lass es ärztlich abklären, wenn Du auffallend häufig oder schwer krank wirst, wenn Infekte ungewöhnlich lange dauern, oder wenn zur Infektanfälligkeit andere Beschwerden kommen. Auch hier lohnt ein Blick auf die Schilddrüse und die Nährstoffversorgung. Eine dauerhaft geschwächte Abwehr sollte nicht einfach den Wechseljahren zugeschrieben, sondern geprüft werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Östrogen beeinflusst das Immunsystem – es kann sich in den Wechseljahren umstellen.
  • Vieles hängt aber an Schlafmangel, Stress und Erschöpfung, nicht direkt an Hormonen.
  • Das ist gute Nachricht: Genau daran lässt sich arbeiten.
  • Stärkend: Schlaf, Stressabbau, Bewegung, gute Ernährung, Darm.
  • Nährstoffe wie Vitamin D nur bei gemessenem Mangel ergänzen.
  • Skepsis gegenüber teuren Immun-Boostern – Grundlagen wirken mehr.

Häufige Fragen

Werde ich in den Wechseljahren infektanfälliger?
Manche Frauen ja. Östrogen beeinflusst das Immunsystem, das sich umstellen kann. Oft liegt es aber stärker an Schlafmangel, Stress und Erschöpfung.
Was schwächt die Abwehr am meisten?
Vor allem schlechter Schlaf und Dauerstress. Beide dämpfen das Immunsystem messbar – genau daran lässt sich aber gut arbeiten.
Was stärkt das Immunsystem wirklich?
Guter Schlaf, Stressabbau, moderate Bewegung, eine bunte darmfreundliche Ernährung – und Nährstoffe wie Vitamin D bei nachgewiesenem Mangel.
Helfen Immun-Booster aus der Werbung?
Selten. Das Immunsystem lässt sich nicht mit einem Mittel hochfahren. Die unspektakulären Grundlagen wirken mehr als jedes teure Präparat.
Wann sollte ich zum Arzt?
Wenn Du auffallend häufig oder schwer krank wirst oder Infekte ungewöhnlich lange dauern. Ein Blick auf Schilddrüse und Nährstoffe lohnt sich.
Akademie Wissen um Gesundheit

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Manuela Mühlberger
Manuela Mühlberger
Über die Autorin

Begleitet in der Akademie Wissen um Gesundheit Menschen, die ganzheitliches Gesundheitswissen verstehen und anwenden möchten – mit wenig Theorie und viel Praxis.

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag beruhen auf allgemein zugänglichem Wissen und dienen der Information und Inspiration. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
Schlagworte: #Wechseljahre

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