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Wechseljahre und Schilddrüse: Wenn Hashimoto dazukommt

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Wechseljahre und Schilddrüse: Wenn Hashimoto dazukommt

von Manuela Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit · Lesezeit ca. 7 Min.

Schilddrüsenerkrankungen und die Wechseljahre treffen häufig zusammen – beide betreffen vor allem Frauen, und beide häufen sich in der Lebensmitte. Weil ihre Beschwerden sich stark ähneln, entsteht oft Verwirrung: Was kommt woher?

Dieser Beitrag hilft Dir, die beiden auseinanderzuhalten, und erklärt, worauf Du achten solltest, wenn eine Schilddrüsenerkrankung wie Hashimoto und die Wechseljahre zusammenkommen.

Die kurze Antwort

Schilddrüsenerkrankungen – vor allem die Unterfunktion durch Hashimoto – und die Wechseljahre machen sehr ähnliche Beschwerden: Erschöpfung, Gewichtsveränderung, Stimmungstiefs, Haarausfall. Deshalb werden sie leicht verwechselt oder eine der beiden Ursachen übersehen. Wichtig ist, die Schilddrüsenwerte prüfen zu lassen – eine Unterfunktion ist gut behandelbar, während die Wechseljahre anders angegangen werden. Wenn beides zusammenkommt, geht es darum, beide Ursachen zu erkennen und die Schilddrüseneinstellung in dieser Phase zu überprüfen. Unbedingt ärztlich begleiten lassen.

Warum die beiden so oft verwechselt werden

Die Schilddrüse steuert den Stoffwechsel. Arbeitet sie zu langsam – wie bei der häufigen Unterfunktion, oft ausgelöst durch die Autoimmunerkrankung Hashimoto –, entstehen Beschwerden, die den Wechseljahren zum Verwechseln ähnlich sind: Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Frieren, trockene Haut, Haarausfall, gedrückte Stimmung, Konzentrationsprobleme.

Wer diese Beschwerden in der Lebensmitte hat, schreibt sie schnell den Wechseljahren zu – und übersieht möglicherweise eine behandelbare Schilddrüsenerkrankung. Umgekehrt kann eine bekannte Schilddrüsenerkrankung dazu führen, dass echte Wechseljahresbeschwerden ihr zugeschrieben werden. Beide Richtungen kommen vor.

Warum die Abklärung so wichtig ist

Der entscheidende Grund, warum man das nicht raten sollte: Eine Schilddrüsenunterfunktion ist gut und einfach behandelbar. Mit der richtigen Behandlung verschwinden die Beschwerden oft weitgehend. Sie unbehandelt zu lassen und alles den Wechseljahren zuzuschreiben, bedeutet, unnötig zu leiden.

Deshalb gehört bei unklaren Beschwerden in dieser Lebensphase die Schilddrüse geprüft – mit einer einfachen Blutuntersuchung. Das ist eine der wichtigsten Abklärungen überhaupt.

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Wenn beides zusammenkommt

Häufig ist es kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch: Eine Frau hat Hashimoto und ist in den Wechseljahren. Dann tragen beide zu den Beschwerden bei, und beide gehören betrachtet.

Wichtig ist in dieser Situation: Die Wechseljahre können den Schilddrüsenbedarf verändern. Eine bisher gut eingestellte Schilddrüse braucht in dieser Phase möglicherweise eine Anpassung. Deshalb sollten die Schilddrüsenwerte in den Wechseljahren überprüft werden – auch wenn die Einstellung vorher stabil war. Sprich das bei Deiner behandelnden Praxis an.

Der Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen

Ein ehrliches Wort zur Einordnung: Es gibt Hinweise, dass hormonelle Veränderungen wie die der Wechseljahre bei Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielen können. Die genauen Zusammenhänge sind aber komplex und nicht in allen Details verstanden. Manche Frauen bemerken in dieser Zeit eine Veränderung ihrer Hashimoto-Erkrankung. Das ist ein Grund mehr, die Schilddrüse in dieser Phase im Blick zu behalten – ohne daraus vorschnelle Schlüsse zu ziehen.

Was Du tun kannst

Neben der ärztlichen Behandlung, die bei einer Schilddrüsenerkrankung die Grundlage ist, helfen dieselben Grundlagen, die auch sonst guttun: ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, guter Schlaf und Stressabbau. Bei Hashimoto lohnt es sich, mit der behandelnden Praxis auch über die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen zu sprechen, die für die Schilddrüse wichtig sind – allerdings gezielt und nicht auf eigene Faust hochdosiert, da hier manches auch schaden kann.

Das Wichtigste bleibt: Lass Deine Schilddrüse prüfen, wenn Du unter den genannten Beschwerden leidest. Diese eine Untersuchung kann viel Klarheit bringen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Schilddrüsenunterfunktion (oft Hashimoto) und Wechseljahre machen ähnliche Beschwerden.
  • Beide werden leicht verwechselt – oder eine Ursache wird übersehen.
  • Wichtig: Schilddrüsenwerte prüfen – die Unterfunktion ist gut behandelbar.
  • Oft kommt beides zusammen – dann gehören beide Ursachen betrachtet.
  • Die Wechseljahre können den Schilddrüsenbedarf verändern – Einstellung prüfen.
  • Nährstoffe nur gezielt und mit der Praxis, nicht auf eigene Faust hochdosiert.

Häufige Fragen

Woher weiß ich, ob es die Schilddrüse oder die Wechseljahre sind?
Das lässt sich nicht raten, weil die Beschwerden sich ähneln. Eine einfache Blutuntersuchung der Schilddrüsenwerte schafft Klarheit – das ist eine der wichtigsten Abklärungen.
Warum ist es wichtig, die Schilddrüse zu prüfen?
Weil eine Unterfunktion gut behandelbar ist. Sie unbehandelt zu lassen und alles den Wechseljahren zuzuschreiben, bedeutet unnötiges Leiden.
Kann ich beides gleichzeitig haben?
Ja, das ist häufig. Dann tragen beide zu den Beschwerden bei und gehören betrachtet. Die Wechseljahre können zudem den Schilddrüsenbedarf verändern.
Muss ich meine Schilddrüseneinstellung in den Wechseljahren prüfen?
Ja, das ist sinnvoll – auch wenn sie vorher stabil war. Der Bedarf kann sich in dieser Phase verändern. Sprich das bei Deiner Praxis an.
Helfen Nährstoffe bei Hashimoto?
Bestimmte Nährstoffe sind für die Schilddrüse wichtig, aber gezielt und mit der Praxis abgestimmt – nicht auf eigene Faust hochdosiert, da manches auch schaden kann.
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Manuela Mühlberger
Manuela Mühlberger
Über die Autorin

Begleitet in der Akademie Wissen um Gesundheit Menschen, die ganzheitliches Gesundheitswissen verstehen und anwenden möchten – mit wenig Theorie und viel Praxis.

Hinweis: Die Informationen in diesem Beitrag beruhen auf allgemein zugänglichem Wissen und dienen der Information und Inspiration. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende Dich bitte an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.
Schlagworte: #Wechseljahre

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