Selbstbild & Lernen
Glaubenssätze auflösen – wenn Dein Kind sagt „Ich kann das nicht“
„Ich bin dumm.“ „Ich kann das sowieso nicht.“ Diese Sätze sind keine Fakten – sie sind Glaubenssätze. Und Glaubenssätze sind veränderbar.
von Manu Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit
„Ich kann das nicht.“ „Ich bin halt dumm.“ „Mathe liegt mir einfach nicht.“ Wenn Kinder solche Sätze sagen, tut das als Elternteil weh. Und oft wissen wir nicht, wie wir reagieren sollen. Widersprechen? Aufmuntern? Ignorieren? Dabei gibt es einen viel wirkungsvolleren Weg – der beginnt damit, zu verstehen, was hinter diesen Glaubenssätzen wirklich steckt.
Ich bin Manu, Mama von jugendlichen Zwillingen und seit über 20 Jahren in der ganzheitlichen Arbeit zuhause. Glaubenssätze bei Kindern sind eines der Themen, die mir besonders am Herzen liegen. Denn ich habe erlebt, wie sehr sie das Leben eines Kindes formen können – und wie sich alles verändern kann wenn sie sich auflösen.
Wie Glaubenssätze bei Kindern entstehen
Glaubenssätze entstehen durch Wiederholung. Wenn ein Kind mehrfach erlebt, dass es bei Mathe Fehler macht – und diese Fehler betont, bewertet oder bestraft werden – dann beginnt das Gehirn ein Muster zu erkennen: „Ich und Mathe, das funktioniert nicht.“ Dieses Muster verfestigt sich zu einer festen Überzeugung.
Diese Überzeugungen sind eng verbunden mit emotionalen Blockaden – sie entstehen oft gemeinsam und verstärken sich gegenseitig. Das limbische System verknüpft das Thema mit negativen Gefühlen, und die Überzeugung wird jedes Mal bestätigt wenn das Kind vermeidet, sich anstrengt oder scheitert.
- „Ich bin dumm“ oder „Ich bin nicht so schlau wie die anderen“
- „Ich kann das sowieso nicht“ – als generelle Überzeugung
- „Ich bin halt kein Lesekind / Mathekind“
- „Ich strenge mich an aber es klappt trotzdem nicht“
- „Die anderen sind viel besser als ich“
- „Schule ist nichts für mich“
Warum Widersprechen allein nicht hilft
Der häufigste Impuls wenn ein Kind sagt „Ich kann das nicht“ ist: widersprechen. „Natürlich kannst Du das!“ „Du bist doch intelligent!“ Aber diese gut gemeinten Sätze helfen wenig – weil das Kind seine eigene emotionale Erfahrung hat, die stärker wiegt als unsere Überzeugung.
Glaubenssätze verändern sich nicht durch Überredung. Sie verändern sich durch neue Erfahrungen – durch Momente, in denen das Kind erlebt, dass es doch kann. Dass es doch versteht. Dass es Fortschritte macht. Diese Erfahrungen überschreiben langsam, aber sicher die alten Muster. Dank der Neuroplastizität des Gehirns.
Was wirklich hilft um Glaubenssätze aufzulösen
1. Den Glaubenssatz ernst nehmen ohne ihn zu bestätigen
„Ich höre, dass Du das Gefühl hast, es nicht zu können. Das ist ein schweres Gefühl.“ – Diese Art zu antworten nimmt das Kind ernst ohne den Glaubenssatz zu bestätigen. Es fühlt sich gehört – und das öffnet Türen.
2. Kleine Erfolge bewusst sichtbar machen
Statt auf Fehler zu fokussieren – Fortschritte aktiv benennen. „Erinnerst Du Dich, vor drei Wochen konntest Du das noch gar nicht? Und jetzt…“ Solche konkreten Vergleiche zeigen dem Kind seine eigene Entwicklung – und beginnen das Bild von sich selbst zu verändern.
3. Die Sprache bewusst einsetzen
Kleine Wortwahl-Änderungen können viel bewirken. Statt „Ich kann das nicht“ – „Ich kann das noch nicht“. Das kleine Wort „noch“ öffnet eine Zukunft. Es impliziert Wachstum statt festes Versagen.
4. Ganzheitliche Unterstützung holen
Tief verwurzelte Glaubenssätze die sich über Jahre aufgebaut haben, brauchen manchmal professionelle ganzheitliche Begleitung. Kinesiologie, Körperarbeit und andere ganzheitliche Methoden können helfen, die emotionale Wurzel des Glaubenssatzes zu erreichen und zu lösen – tiefer als reine Gespräche.
Glaubenssätze auflösen – ein Prozess mit Geduld
Das Auflösen von Glaubenssätzen ist kein Sprint – es ist ein Marathon. Es braucht Zeit, Geduld, Konsequenz und viele kleine positive Erfahrungen. Aber ich verspreche Dir: Es ist möglich. Ich habe es viele Male erlebt.
Kinder die einmal fest überzeugt waren „Ich kann das nicht“ – haben es dann doch gekonnt. Nicht weil sie plötzlich klüger wurden. Sondern weil das Bild das sie von sich selbst hatten sich verändert hat. Und das verändert alles.
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest wie Du Deinem Kind dabei helfen kannst, dann habe ich etwas Schönes für Dich vorbereitet.
Was wirklich hinter Konzentrationsproblemen steckt
Ich habe alles, was ich Dir gerne mitgeben möchte, in einem kostenlosen Kurs zusammengefasst. Schau einfach rein – ganz ohne Druck und ganz in Deinem eigenen Tempo.
Ja, ich möchte den kostenlosen Kurs! →
Über Manu Mühlberger
Ich bin Mama von jugendlichen Zwillingen und arbeite seit über 20 Jahren ganzheitlich. Als Gründerin der Akademie Wissen um Gesundheit bilde ich seit über 10 Jahren ganzheitliche Therapeutinnen aus. Mein Herz schlägt dafür, dass Kinder wieder mit mehr Leichtigkeit und Freude lernen dürfen – so wie es eigentlich von Natur aus ist.
