Bewegung & Gehirn
Überkreuzbewegungen – wie 5 Minuten beide Gehirnhälften verbinden
Eine einfache Übung, die Dein Kind in Minuten lernbereit macht – und warum das Gehirn so darauf anspricht.
von Manu Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit
Überkreuzbewegungen gehören zu den einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Werkzeugen, die ich in meiner Arbeit einsetze. Knie zum Ellbogen, Arm zur gegenüberliegenden Seite, Marschieren mit bewusstem Kreuzen der Körpermitte – das klingt simpel. Und ist es auch. Aber was dabei im Gehirn passiert, ist bemerkenswert.
Ich bin Manu, Mama von jugendlichen Zwillingen und seit über 20 Jahren in der ganzheitlichen Arbeit zuhause. Überkreuzbewegungen sind ein Herzstück meiner Arbeit mit Kindern – und ich möchte Dir heute erklären warum.
Was Überkreuzbewegungen im Gehirn bewirken
Unser Gehirn besteht aus zwei Hälften – der linken und der rechten Hemisphäre. Die linke Hemisphäre ist zuständig für Sprache, Logik, Lesen und Schreiben. Die rechte für Kreativität, räumliches Denken und Emotionen. Für komplexes Lernen brauchen wir beide Hälften – und vor allem ihre Zusammenarbeit.
Überkreuzbewegungen aktivieren genau diese Zusammenarbeit. Wenn wir die Körpermitte überqueren – also wenn die rechte Hand zur linken Körperseite geht oder das linke Knie zur rechten Seite – dann müssen beide Gehirnhälften synchron arbeiten. Das Corpus Callosum, die Brücke zwischen den Hemisphären, wird aktiviert und gestärkt. Das Gehirn kommt in einen Zustand erhöhter Lernbereitschaft.
- Rechtes Knie zum linken Ellbogen – abwechselnd links und rechts
- Marschieren mit bewusstem Armgegenschwung
- Mit der rechten Hand den linken Fuß berühren – und umgekehrt
- Liegende Acht in die Luft zeichnen – mit beiden Händen zusammen
- Auf der Stelle gehen und dabei bewusst die Arme überkreuzen
Überkreuzbewegungen und Lernschwierigkeiten
Bei Kindern mit Lese- oder Schreibschwierigkeiten ist die Zusammenarbeit der Gehirnhälften oft eingeschränkt. Das ist keine Diagnose – es ist eine Beobachtung, die ich immer wieder mache. Und Überkreuzbewegungen können hier gezielt helfen, die neuronalen Verbindungen zu stärken.
Dasselbe gilt für unruhige Kinder: Überkreuzbewegungen regulieren das Nervensystem und reduzieren Unruhe – weil sie den Parasympathikus aktivieren. Wie ich in meinem Artikel über Bewegung vor den Hausaufgaben beschreibe, ist diese Art der Vorbereitung eine der effektivsten Maßnahmen für einen besseren Lernalltag.
So baust Du Überkreuzbewegungen in den Alltag ein
Morgens als Startritual
3–5 Minuten Überkreuzbewegungen am Morgen – bevor die Schule losgeht – bereiten das Gehirn auf den Tag vor. Das kann gemeinsam mit Musik passieren, was es für Kinder noch angenehmer macht.
Vor den Hausaufgaben
Direkt vor den Hausaufgaben 5 Minuten Überkreuzbewegungen – kombiniert mit gezielten Konzentrations-Impulsen – bringen das Gehirn in den optimalen Lernmodus. Viele Eltern berichten, dass die Hausaufgaben danach deutlich schneller und ruhiger gehen.
Als Pause zwischendurch
Nach 20–25 Minuten Lernen eine kurze Überkreuz-Pause einlegen. 2–3 Minuten reichen, um die Konzentration wieder aufzufrischen und beide Gehirnhälften neu zu synchronisieren.
Überkreuzbewegungen – klein in der Anwendung, groß in der Wirkung
Das Schöne an Überkreuzbewegungen ist: Sie brauchen keine Vorbereitung, kein Material, keine besonderen Kenntnisse. Du kannst sie heute noch einführen – und morgen vielleicht schon die ersten Veränderungen bemerken.
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie Du Deinem Kind mit einfachen ganzheitlichen Methoden helfen kannst – dann habe ich etwas Schönes für Dich vorbereitet.
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Über Manu Mühlberger
Ich bin Mama von jugendlichen Zwillingen und arbeite seit über 20 Jahren ganzheitlich. Als Gründerin der Akademie Wissen um Gesundheit bilde ich seit über 10 Jahren ganzheitliche Therapeutinnen aus. Mein Herz schlägt dafür, dass Kinder wieder mit mehr Leichtigkeit und Freude lernen dürfen – so wie es eigentlich von Natur aus ist.
