Schlaf & Schulstress
Schlechter Schläfer und Schulstress – ein gefährlicher Kreislauf
Schulstress verhindert guten Schlaf. Schlechter Schlaf macht den Schulstress schlimmer. Diesen Kreislauf zu verstehen ist der erste Schritt ihn zu durchbrechen.
von Manu Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit
Schlechter Schläfer und Schulstress – das ist eine Kombination die sich gegenseitig verstärkt. Schulstress aktiviert das Nervensystem, erhöht den Cortisolspiegel und macht das Einschlafen schwerer. Schlechter Schlaf lässt das Kind erschöpft und gereizt aufwachen – was den Schulstress am nächsten Tag noch stärker macht. Ein Teufelskreis der sich oft über Wochen oder Monate aufbaut, bevor Eltern bemerken wie sehr er das Kind belastet.
Ich bin Manu, Mama von jugendlichen Zwillingen und seit über 20 Jahren in der ganzheitlichen Arbeit zuhause. Dieser Kreislauf ist real – und er lässt sich durchbrechen. Aber nur wenn wir an beiden Stellen gleichzeitig ansetzen: am Stress und am Schlaf.
Wie der Kreislauf entsteht
Das Schuljahr beginnt. Mehr Stoff, mehr Erwartungen, vielleicht eine schwierige Lehrperson oder soziale Konflikte. Das Kind grübelt abends, kommt nicht zur Ruhe. Der erhöhte Cortisolspiegel hemmt die Melatoninproduktion – das Kind schläft schlecht oder zu kurz.
Am nächsten Morgen ist es gereizt, unkonzentriert, emotional instabil. In der Schule läuft es schlechter. Die Sorgen wachsen. Abends ist die Anspannung noch größer. Der Schlaf noch schlechter. Der Schulstress noch höher. So dreht sich die Spirale.
- Einschlafschwierigkeiten mit Gedanken über Schule und Morgen
- Morgendliche Erschöpfung und Bauchschmerzen vor der Schule
- Zunehmende Reizbarkeit im Laufe der Schulwoche
- Am Wochenende deutlich besserer Schlaf – klarer Zusammenhang mit der Schule
- Erschöpfung die trotz ausreichend Stunden im Bett bleibt
- Konzentrationsprobleme die sich im Laufe der Woche verschlimmern
Den Kreislauf an beiden Enden durchbrechen
Den Schulstress reduzieren
Die emotionale Wurzel des Stresses angehen: Prüfungsangst, Leistungsdruck, soziale Konflikte – was auch immer das Kind abends beschäftigt, braucht eine Antwort. Nicht im Bett – sondern am Nachmittag, in einem ruhigen Gespräch. Das schafft etwas Entlastung bevor der Abend kommt.
Ein beruhigendes Abendritual einführen
Wie ich in meinem Artikel über Schlafprobleme bei Kindern erklärt habe: Ein festes, beruhigendes Abendritual signalisiert dem Nervensystem dass Sicherheit da ist und Schlaf kommen darf. Bad, ruhige Geschichte, Atemübung, kein Bildschirm – immer gleich, immer in dieser Reihenfolge.
Sorgen externalisiern
Wenn das Kind abends Gedanken wälzt, hilft es diese zu externalisiern. Ein „Sorgenbuch“ in das das Kind seine Gedanken schreibt oder zeichnet bevor es schläft. Das Gehirn kann loslassen wenn es weiß dass die Gedanken irgendwo aufgehoben sind.
Körperliche Stressregulation am Abend
Die sanften Kopfpunkte, die 4-4-4-Atemübung oder eine kurze Körperwahrnehmungsübung am Abend helfen dem Nervensystem aus dem Aktivierungsmodus in den Ruhemodus zu wechseln.
Wenn der Kreislauf tief sitzt
Wenn der Schlaf-Stress-Kreislauf über Monate anhält, braucht es manchmal mehr als Abendrituale. Ganzheitliche Begleitung die sowohl die emotionalen Schulthemen als auch die Schlafregulation adressiert, kann hier nachhaltig helfen. Manchmal lohnt auch ein Gespräch mit dem Schularzt oder einem Kinderarzt.
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest wie Du diesen Kreislauf durchbrichst, dann habe ich etwas Schönes für Dich vorbereitet.
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Über Manu Mühlberger
Ich bin Mama von jugendlichen Zwillingen und arbeite seit über 20 Jahren ganzheitlich. Als Gründerin der Akademie Wissen um Gesundheit bilde ich seit über 10 Jahren ganzheitliche Therapeutinnen aus. Mein Herz schlägt dafür, dass Kinder wieder mit mehr Leichtigkeit und Freude lernen dürfen – so wie es eigentlich von Natur aus ist.
