Dyskalkulie ganzheitlich
Dyskalkulie & Zahlen
Dyskalkulie ganzheitlich – Zahlenprobleme anders betrachten
Dyskalkulie ist nicht dumm und nicht faul. Es ist eine andere Art Zahlen zu verarbeiten – und sie lässt sich ganzheitlich begleiten.
von Manu Mühlberger · Akademie Wissen um Gesundheit
Dyskalkulie ganzheitlich zu betrachten – das bedeutet: nicht nur die Symptome zu sehen, sondern das Kind hinter der Diagnose. Dyskalkulie ist eine spezifische Lernschwäche im mathematischen Bereich die neurobiologisch begründet ist. Etwa 5–8% der Kinder sind davon betroffen. Und wie bei vielen Lernschwächen gilt: Es ist weder Dummheit noch Faulheit – es ist eine andere Verarbeitung.
Ich bin Manu, Mama von jugendlichen Zwillingen und seit über 20 Jahren in der ganzheitlichen Arbeit zuhause. Dyskalkulie begegnet mir regelmäßig – und der ganzheitliche Blick eröffnet Möglichkeiten die über klassische Therapieansätze hinausgehen.
Was Dyskalkulie neurobiologisch bedeutet
Bei Dyskalkulie ist die Verarbeitung von Mengen und Zahlen im Gehirn beeinträchtigt. Der intraparietale Sulcus – eine Hirnregion die für das intuitive Verständnis von Mengen zuständig ist – arbeitet anders als bei Menschen ohne Dyskalkulie. Das macht mathematische Operationen mühsamer, langsamer und fehleranfälliger – nicht weil die Intelligenz fehlt, sondern weil die automatische Mengenverarbeitung nicht reibungslos läuft.
Wie ich in meinem Artikel über Rechenschwäche ganzheitlich erklärt habe, sind oft auch motorische Entwicklungsverzögerungen und mangelnde Hemisphärenintegration beteiligt.
Was ganzheitlich bei Dyskalkulie hilft
Konkrete Materialien statt abstrakte Symbole
Kinder mit Dyskalkulie brauchen lange konkrete Anschauungsmittel – Klötzchen, Perlen, Finger, Rechenrahmen. Der Weg von der konkreten Erfahrung zur abstrakten Zahl muss sehr langsam und sehr gründlich gegangen werden. Abstrakte Symbole ohne körperliche Erfahrung dahinter überfordern das dyskalkulische Gehirn fast immer.
Bewegung und Körpererfahrung
Zahlen mit dem Körper erleben – Schritte zählen, Hüpfen, Schwingen, Mengen mit dem Körper darstellen – verankert mathematische Konzepte über den kinästhetischen Kanal. Das hilft besonders bei Kindern bei denen der kinästhetische Lerntyp dominiert.
Hemisphärenintegration
Überkreuzbewegungen fördern die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften – die bei Mathematik besonders gebraucht wird. Regelmäßige kinesiologische Übungen können die Basis für mathematisches Lernen stärken.
Emotionale Entlastung
Fast alle Kinder mit Dyskalkulie haben bereits negative Emotionen rund um Mathe aufgebaut. Diese emotionalen Blockaden lösen sich nicht durch mehr Mathe – sie brauchen gezielte emotionale Arbeit.
- Lange Phasen mit konkreten Materialien – keine Eile zur Abstraktion
- Zahlen mit dem Körper erleben – Bewegung und Rhythm
- Überkreuzbewegungen für Hemisphärenintegration
- Emotionale Blockaden rund um Mathe auflösen
- Diagnostik und spezialisierte Dyskalkulie-Förderung einbeziehen
- Kleine Erfolge – Mathe wieder mit positiven Erfahrungen verknüpfen
Was Dyskalkulie nicht ist
Dyskalkulie bedeutet nicht ein Leben ohne Mathematik. Viele Menschen mit Dyskalkulie entwickeln mit den richtigen Strategien gute funktionale Mathefähigkeiten. Und das Wichtigste: Dyskalkulie sagt nichts über allgemeine Intelligenz, Kreativität oder die Zukunftsaussichten eines Kindes aus. Ein Kind mit Dyskalkulie kann in allem anderen brillant sein – und das verdient genauso viel Anerkennung.
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest wie Du Dein Kind ganzheitlich unterstützen kannst, dann habe ich etwas Schönes für Dich vorbereitet.
Was wirklich hinter Konzentrationsproblemen steckt
Ich habe alles, was ich Dir gerne mitgeben möchte, in einem kostenlosen Kurs zusammengefasst. Schau einfach rein – ganz ohne Druck und ganz in Deinem eigenen Tempo.
Ja, ich möchte den kostenlosen Kurs! →
Über Manu Mühlberger
Ich bin Mama von jugendlichen Zwillingen und arbeite seit über 20 Jahren ganzheitlich. Als Gründerin der Akademie Wissen um Gesundheit bilde ich seit über 10 Jahren ganzheitliche Therapeutinnen aus. Mein Herz schlägt dafür, dass Kinder wieder mit mehr Leichtigkeit und Freude lernen dürfen – so wie es eigentlich von Natur aus ist.
